Lesung "Frauen um 1900 unter sich"

Porträt von Emmy Gotzmann, 1909, Foto: Heinrich Hinz
Porträt von Emmy Gotzmann, 1909, Foto: Heinrich Hinz

Freundschaft galt – philosophisch und historisch gesehen – lange als eine Sache unter Männern. Diese mikrohistorische Fallstudie nähert sich dagegen einem Begriff der Freundin an: Was passiert mit der Freundschaft, wenn sie zwischen Frauen stattfindet?
Anna Leyrer ist Historikerin und Kulturwissenschaftlerin und hat in Deutschland, in der Schweiz und in USA studiert und promoviert. Sie interessiert sich für Beziehungen in der Moderne und ist dabei besonders der Frage nachgegangen, wie Frauen Beziehungen gestalten, wo sie „unter sich“ sind. Ihre Dissertation „Die Freundin. Beziehung und Geschlecht um 1900“ erschien 2021 bei Wallstein, und neben Freundschaft hat sie auch zu Liebe publiziert („Ja. Nochmal. Über Liebe“, trottoir noir 2017).
Nach Forschungsaufenthalten an der Universität Wien und am Deutschen Historischen Institut London arbeitet sie derzeit an der Universität Basel; schwerpunktmäßig zu feministischer Geschichtswissenschaft und Geschlechterbeziehungen (Mitherausgeberin von „Männer über sich“, V&R 2024). Im Moment arbeitet sie zur Ideen- und Demokratiegeschichte der deutsch-deutschen Nachkriegszeit nach 1945 und untersucht Vorstellungen von Mutterschaft, von Frauen-Arbeit sowie von Gleichberechtigung bis in die 1960er Jahre.

Beginn: 18.00 Uhr
Kosten: 13/8 €

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