Hans Christiansen. Die Retrospektive

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Hans Christiansen, L'Heure du Berger, 1898
Hans Christiansen, L'Heure du Berger, 1898

Retrospektive des Jugendstilkünstlers der ersten Stunde: Mit Hans Christiansen (1866-1945) ist ein ebenso vielseitiger wie exemplarischer Jugendstilkünstler neu zu entdecken, der in Flensburg geboren wurde.

Hans Christiansen zählt zu den wichtigsten Vertretern des Jugendstils, insbesondere mit seinen Entwürfen auf dem Gebiet des Kunstgewerbes. In den 1890er Jahren belieferte er von Paris aus die namensgebende Münchner Zeitschrift „Jugend“ mit unzähligen Entwürfen für Titelblätter und Illustrationen. Damit ist er buchstäblich ein „Erfinder des Jugendstils“.

Mittlerweile international erfolgreich, wurde er 1899 von Großherzog Ernst Ludwig nach Darmstadt berufen, wo er zu den Gründungsmitgliedern der Künstlerkolonie Mathildenhöhe gehörte. Hier tat er sich als genialer Gesamtkunstwerker in Malerei, Architektur und angewandter Kunst hervor. Erstmals ist die ganze Bandbreite dieses vielseitigen Künstlers erfahrbar: Die Retrospektive präsentiert sein Haus auf der Mathildenhöhe, Zimmereinrichtungen, Glasfenster, Schmuck, Plakate, Gemälde, Zeichnungen, Textilkunst und Keramik in verschiedenen Raum-Ensembles, darunter auch bislang Unbekanntes wie seine Mode- und Plakatentwürfe aus den 1920er Jahren.

Die bedeutende Werkschau, die erste überhaupt zu Hans Christiansen, ist nach erfolgreichen Stationen in Darmstadt, Berlin und München ab dem 11. Oktober 2015 in seiner Heimatstadt auf dem Museumsberg Flensburg zu sehen. Hier wird seit 1959 sein Nachlass verwahrt, seit 1997 ist das Hans-Christiansen-Haus nach ihm benannt. Die Ausstellung endet am 17. Januar, kurz vor dem 150. Geburtstag des Künstlers.

Eine Ausstellung des Museumsbergs Flensburg und des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Museum Villa Stuck München und dem Bröhan-Museum Berlin.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 11. Oktober 2015 um 11.30 Uhr statt.

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