Aktuelle udstillinger:

Tamer Serbay - CrossOver

09.10.2016 - 08.01.2017

Tamer Serbay
Tamer Serbay

Altes und neu zu Entdeckendes verbinden sich in dieser überraschenden Ausstellung. Tamer Serbay (geb. 1947 in Malatay, Türkei) setzt sich in seiner Malerei mit den Bildwelten vergangener Zeiten auseinander. Dabei hat der Künstler keine Scheu vor kräftigen Farben. Für die Ausstellung auf dem Museumsberg verfremdet Serbay Motive aus der Gemäldesammlung des Hauses in einer eigens geschaffenen Serie großformatiger Bilder. Dabei verwendet er eine Mischtechnik, in der Fotografie, Computergrafik und traditionelle Hinterglasmalerei zum Einsatz kommen. Altbekanntes wird durch die Augen eines Zugewanderten betrachtet und neu interpretiert, heimische Tradition wird Teil der Weltkultur.

[un]beteiligt. Kunst im Dritten Reich: Aus der Sammlung des Museumsberg Flensburg

06.11.2016 - 29.01.2017

Alexander Friedrich, Judas - Verzweiflung, 1918
Alexander Friedrich, Judas - Verzweiflung, 1918

Der Museumsberg Flensburg beginnt mit dieser Ausstellung die Aufarbeitung seiner eigenen Vergangenheit in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. Dabei geht der Blick jedoch nicht nur nach innen, also in die Strukturen des Museums, sondern auch nach außen, in das künstlerische Umfeld: Wer waren die Künstler, die damals Aufträge bekamen, deren Bilder gesammelt und ausgestellt wurden? Welche menschlichen Schicksale verbergen sich hinter Bildern und Namen? Welche Künstler wurden damals bewusst gemieden und kamen erst nach 1945 in die Sammlung? Wo kamen sie her, welche äußeren Kräfte haben ab 1933 auf sie gewirkt und wie haben sich bekannte und weniger bekannte Künstler verhalten? Zu sehen sind unter anderem Mitläufer und Profiteure, die sich während der 12 Jahre dauernden Diktatur und in der Regel auch danach ihrer moralischen Verantwortung entzogen haben.

Die Schau versucht aufzuzeigen, wie eine ideologische oder zumindest linientreue Kunst aussah und wie sich manche Künstler bis heute einer eindeutigen Zuordnung entziehen. Otto Thämers Ausmalung der Neuland-Halle, Käte Lassens Hitler-Bildnis oder Alexander Friedrichs Göring-Porträt sprechen eigentlich für sich: Selbst damals wurde kein Künstler dazu gezwungen, die Machthaber abzubilden. Auch Gemälde und Grafiken heroischer Soldaten, Bauern und Mütter sprechen bereits auf den ersten Blick eine dezidiert ideologische Sprache. Dennoch zeigen die meisten Bilder während der Zeit des Nationalsozialismus andere Inhalte. Jedoch müssen Porträts und Landschaften nicht weniger politisch sein.

Die Ausstellung wird gefördert von der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und dem Kunstverein Flensburg.

Nolde in Flensburg

28.11.2016 - 30.12.2017

Emil Nolde, Marschhof bei Seebüll, 1940 oder früher, Aquarell, © Nolde Stiftung Seebüll
Emil Nolde, Marschhof bei Seebüll, 1940 oder früher, Aquarell, © Nolde Stiftung Seebüll

Der Kunstverein Flensburg und der Museumsberg Flensburg zeigen seit dem 25. November gemeinsam eine Sonderausstellung mit Werken Emil Noldes im Hans-Christiansen-Haus. In neu konzipierten Räumen werden die einzigartigen Gemälde, Aquarelle und Grafiken der Nolde-Sammlung des Museumsberg präsentiert und die persönliche Verbindung des Künstlers zum Museum thematisiert.

Anlass hierfür ist der 150. Geburtstag des Künstlers, der 1867 als Emil Hansen in Nolde, unweit der Stadt Tondern geboren wurde. Seine beruflichen Anfänge nahm der weltberühmte expressionistische Künstler 1884-88 hier in Flensburg, in der Möbelfabrik Heinrich Sauermanns. Hier wurde er zum Möbelschnitzer ausgebildet und erhielt vom Museumsbegründer persönlich Zeichenunterricht. Später, als freischaffender Künstler, pflegte er vielfältige Beziehungen zum Museum in Flensburg und stand in Korrespondenz mit den Museumsdirektoren.

Mit der Ausstellung startet der Kunstverein eine Reihe von Aktivitäten, die das in ganz Schleswig-Holstein gefeierte Nolde-Jahr 2017 NOLDE IM NORDEN am Museumsberg in Flensburg flankieren. Mit Vorträgen, Exkursionen und museumspädagogischen Aktionen wird auf Noldes besonderes Verhältnis zum Museum in Flensburg das ganze Jahr hindurch hingewiesen.